4901 Thomasroith, Sternstraße 21 +43 7676 5001 office@samo-gmbh.at
Anfrage
SAMO VarioCHOP Hackgerät im Feldeinsatz

News & Wissen

Hackgerät kaufen: Bauarten, Gebrauchtkauf und Preise im Vergleich

Ein Hackgerät begleitet einen Betrieb zehn Jahre und länger. Entsprechend groß ist die Auswahl – vom einfachen Rahmengerät über kameragesteuerte Maschinen bis zum KI-Hackgerät, das in der Reihe arbeitet. Dieser Leitfaden ordnet die Bauarten ein, zeigt, worauf es beim Gebrauchtkauf ankommt, welche Reihenzahl zu welchem Betrieb passt und wovon der Preis abhängt. Er ist bewusst so geschrieben, dass er auch dann weiterhilft, wenn Sie am Ende nicht bei SAMO kaufen.

Warum das Thema Hackgerät gerade viele Betriebe beschäftigt

Der wachsende Druck auf bestimmte Herbizide hat das Interesse an mechanischer Unkrautbekämpfung deutlich erhöht. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Biodiversität im Ackerbau. Für Bio-Betriebe und für konventionelle Betriebe mit Herbizidreduktionsstrategie ist ein Hackgerät heute ein zentrales Werkzeug – nicht mehr eine Nischenmaschine.

Dazu kommt die Personalfrage. Handarbeit in der Reihe ist teuer und in der Hauptwachstumsphase kaum planbar. Wie groß der Unterschied ist, zeigt der Vergleich Hackgerät gegen Handhacke: Eine Person schafft mit der Hacke rund 50 bis 150 Quadratmeter pro Stunde, ein mechanisches Hackgerät mit 3 Metern Arbeitsbreite kommt im Feldeinsatz inklusive Wendezeiten auf etwa 3 bis 5 Hektar pro Stunde.

Richtig eingesetzt, reduziert eine moderne Hackmaschine den Herbizideinsatz deutlich – oft bei gleichzeitiger Verbesserung der Bodenstruktur, weil die oberflächliche Bearbeitung die Kapillarbrechung fördert und Bodenorganismen anregt.

Die drei Bauarten – und wofür sie taugen

1. Standard-Hackgerät zwischen den Reihen

Das klassische Hackgerät bearbeitet den Boden zwischen den Pflanzenreihen. Geführt wird es mechanisch – über Spurkranzräder, Taster oder den Fahrer. Verbreitet sind Parallelogramm-Bauweisen, bei denen jede Reiheneinheit einzeln aufgehängt ist und dem Boden folgt, sowie starre Rahmengeräte, die auf ebenen Flächen eine kompaktere und meist günstigere Alternative sind.

Der Unterschied zwischen Geräten dieser Klasse liegt vor allem darin, wie nah an die Pflanze gearbeitet werden kann und wie schnell sich das Gerät umstellen lässt. Beim VarioCHOP von SAMO ist dafür die patentierte Bandbreitenverstellung zuständig: Die Hack-Bandbreite lässt sich elektrohydraulisch direkt aus der Kabine oder mechanisch in kürzester Zeit ändern, Arbeitsgeschwindigkeiten bis 19 km/h sind möglich. Mit dem X-ADJUST-System wird zusätzlich jede Reihenbreite von 45 bis 75 cm stufenlos hydraulisch umgestellt.

2. Kameragesteuertes Hackgerät zwischen den Reihen

Hier übernimmt eine Kamera die Reihenführung. Das Bildverarbeitungssystem erkennt die Pflanzenreihe und steuert einen Verschieberahmen, der das Gerät seitlich nachführt. Der Vorteil zeigt sich bei engen Reihenabständen, bei hoher Fahrgeschwindigkeit und dort, wo der Fahrer sonst permanent korrigieren müsste. Der VarioCHOP ist ausdrücklich für die Kombination mit einem Kamerasystem ausgelegt und lässt sich auch mit Section Control kombinieren.

Wichtig zur Einordnung: Eine Kamera zwischen den Reihen führt das Gerät genauer – sie hackt aber nicht in der Reihe. Das Unkraut direkt zwischen zwei Kulturpflanzen bleibt stehen, sofern nicht zusätzlich Fingerhacken oder Häufelscheiben mitlaufen.

3. In-Row-Hackgerät mit KI

Die dritte Bauart arbeitet in der Reihe. Über jeder Reihe sitzt eine Kamera, eine 3D-Kamera misst zusätzlich die Höhe, und die Messer öffnen und schließen um jede einzelne Kulturpflanze herum. Beim VarioCHOP AI erkennt die KI die Pflanze an der Wurzel statt am Blatt – Wind und überhängende Blätter sind damit kein Problem – und schaltet die Hackmesser bis zu dreimal pro Sekunde. Eine Kalibrierung ist nicht nötig, die Arbeit ist bei Tag und Nacht möglich, und über 100 Kulturen sind hinterlegt; eine neue Kultur lernt das System in der Regel in etwa sechs Stunden.

Diese Technik ersetzt die Handarbeit in der Reihe, die bisher übrig blieb: Bis zu 90 Prozent der Handhackkosten entfallen, eine sechsreihige Maschine kann bis zu 60 Arbeitskräfte ersetzen. Wer sich zuerst mit dem Prinzip vertraut machen will, findet die Grundlagen im Beitrag zum In-Row-Hackgerät.

Eine vierte Kategorie sei der Vollständigkeit halber erwähnt: ganzflächig arbeitende Geräte. Ein Universalgrubber wie der THOR bekämpft Unkraut mechanisch auf der ganzen Fläche und deckt zusätzlich Saatbeetbereitung, Stoppelsturz und die Einarbeitung von Zwischenfrüchten ab – er ersetzt aber kein Reihenhackgerät in der stehenden Kultur.

Die Bauarten im direkten Vergleich

BauartEinsatzbereichGenauigkeitFlächenleistungTypische Kulturen
Standard-Hackgerät (z. B. VarioCHOP) Zwischen den Reihen, Reihenbreiten stufenlos 45–75 cm mit X-ADJUST Zentimetergenau an der Pflanze durch Bandbreitenverstellung; Führung über Spurkranzrad, Taster oder Fahrer Bis 19 km/h; bei 3 m Arbeitsbreite rund 3–5 ha/h inklusive Wendezeiten Mais, Zuckerrübe, Soja, Kürbis, Sonnenblume, Gemüse
Kameragesteuert zwischen den Reihen Wie oben, zusätzlich automatische Reihenführung über Verschieberahmen Die Kamera hält das Gerät in der Reihe; in der Reihe selbst wird nicht gehackt Grundgerät identisch; der Nutzen liegt in gleichbleibender Genauigkeit statt in höherem Tempo Reihenkulturen mit engem Abstand, Hangquerfahrten, große Schläge
In-Row mit KI (VarioCHOP AI) In der Reihe – wahlweise nur in der Reihe oder in der Reihe plus zwischen den Reihen; 1 bis 16 Reihen konfigurierbar, ab 15 cm Reihenabstand Kamera über jeder Reihe, Wurzelerkennung, Messer schalten bis zu 3-mal pro Sekunde; ab ca. 8 cm Abstand in der Reihe Bei sechsreihigen Zuckerrüben bis 5 km/h und etwa 1 ha/h Über 100 Kulturen: Zuckerrübe, Mais, Kürbis, Zwiebel, Knoblauch, Salat, Kohl, Kräuter
Sechsreihiges SAMO VarioCHOP Hackgerät mit verstellbarer Bandbreite am Feld

Welche Reihenzahl und Arbeitsbreite zum Betrieb passt

Die Reihenzahl ist keine freie Entscheidung – sie ergibt sich aus der Sätechnik. Wer sechsreihig sät, hackt sinnvollerweise sechsreihig. Wer mit einer anderen Reihenzahl hackt als er sät, muss auf jeder Fahrgasse aufpassen, und genau dort passieren die Schäden. Prüfen Sie deshalb zuerst Sämaschine und Erntetechnik, erst danach das Hackgerät.

Reihenabstand nach Kultur. Mais steht üblicherweise in 70 bis 75 cm, Zuckerrübe in 45 bis 50 cm, Soja zwischen 30 und 45 cm, Sonnenblume in 50 bis 75 cm, Feldgemüse je nach Art in 30 bis 50 cm, Ölkürbis dagegen in 140 bis 200 cm. Wer mehrere dieser Kulturen in der Fruchtfolge hat, braucht ein Gerät, das den Wechsel mitmacht. Details je Kultur stehen im Ratgeber Reihenabstand richtig wählen.

Hektar und Flächenleistung. Rechnen Sie mit der Fläche, die pro Durchgang in einem passenden Zeitfenster geschafft werden muss – nicht mit der Gesamtfläche des Betriebs. Ein dreimetriges Gerät schafft rund 3 bis 5 Hektar pro Stunde. Zwanzig Hektar Hackfrucht erledigt damit eine Person in zwei bis drei Tagen, während dieselbe Fläche in reiner Handarbeit zwei bis drei Personen drei bis vier Wochen beschäftigt. Ein KI-Gerät in der Reihe ist langsamer – bei sechsreihigen Zuckerrüben etwa ein Hektar pro Stunde –, spart dafür aber die anschließende Handarbeit.

Traktor. Eine allgemeingültige PS-Zahl gibt es nicht: Sie hängt von Gewicht, Arbeitsbreite, Bodenart und davon ab, ob das Gerät im Front- oder Heckanbau läuft. Prüfen Sie stattdessen konkret die Schnittstellen – Anbaubock beziehungsweise Verschieberahmen, Zahl der benötigten doppeltwirkenden Steuergeräte, Sicht auf die Reihe und Achslasten. Bei der KI-Technik ist die Anforderung erfreulich niedrig: GPS ist hilfreich, aber nicht notwendig, ISOBUS nicht zwingend, und die Stromversorgung kann direkt von der Batterie erfolgen.

Schlagform. Kleine, unregelmäßig geschnittene Schläge sprechen für schmalere, wendigere Geräte – der Anteil an Wendezeiten steigt mit der Arbeitsbreite. Große, lange Schläge rechtfertigen breite, klappbare Geräte. Bei Hangquerfahrten lohnt der Blick auf die Führung: Ein Lenkbock, der das Gerät nicht nur parallel verschiebt, sondern auch im Winkel zur Reihe verstellt, verhindert das Abdriften am Hang.

Neu oder gebraucht: eine ehrliche Gegenüberstellung

Der Gebrauchtmarkt für Hackgeräte ist gut gefüllt, und für viele Betriebe ist ein gebrauchtes Gerät die richtige Wahl – vor allem bei kleineren Flächen oder wenn das Gerät ohnehin überbetrieblich genutzt wird. Es gibt aber Punkte, an denen ein Gebrauchtkauf teurer wird als gedacht.

KriteriumNeugerätGebrauchtgerät
KapitalbindungHöher; dafür planbar über die NutzungsdauerDeutlich geringer – der wichtigste Grund für den Gebrauchtkauf
FörderfähigkeitInvestitionsförderungen zielen auf neue Hacktechnik; in Niederösterreich sind derzeit 20 Prozent auf neue Hacktechnik möglich, die Quoten liegen je nach Programm zwischen 15 und 40 ProzentIn der Regel nicht oder nur eingeschränkt förderfähig – vor dem Kauf bei der Förderstelle klären
KonfigurationReihenzahl, Reihenabstand, Anbaubock und Zubehör werden auf den Betrieb abgestimmtMan kauft die Konfiguration des Vorbesitzers; Umbauten kosten Zeit und Geld
Kamera und KIVon vornherein vorgesehen: Der VarioCHOP ist für die Kombination mit Kamerasystem ausgelegtNur sinnvoll, wenn der Rahmen die Anbauten aufnehmen kann und der Hersteller die Nachrüstung anbietet
VerschleißSchare, Lager und Federn sind neuSchare sind Verschleißteile; ein Satz Nachkauf kann einen spürbaren Teil des Kaufpreises ausmachen
VerfügbarkeitLieferzeit einplanen, besonders vor der SaisonSofort verfügbar – oft das entscheidende Argument mitten in der Saison
ServiceGewährleistung, Einweisung, direkter Draht zum HerstellerGekauft wie gesehen; Ersatzteilversorgung vorab prüfen

Als Faustregel aus der Praxis rechnet sich ein eigenes Hackgerät ab ungefähr 15 bis 25 Hektar Hackfrucht pro Jahr gegenüber reiner Handarbeit. Darunter sind eine Maschinengemeinschaft, ein Lohnunternehmer oder eben ein gebrauchtes Gerät die naheliegenderen Wege.

Gebrauchtes Hackgerät kaufen: worauf Sie achten sollten

Verschleißteile

Schare sind das zentrale Arbeitswerkzeug und gleichzeitig ein Verschleißteil. Ein stumpfes Schar arbeitet weniger effektiv und braucht mehr Zugkraft. Schauen Sie sich an, wie weit die Schare abgearbeitet sind, ob alle Schare vom gleichen Typ sind und ob es sich um einfache Ausführungen oder um verschleißfeste Varianten aus Hardox oder Hartmetall handelt. Ebenfalls Verschleißteile: Fingerhacken, Pflanzenschutzscheiben, Tasträder und die Gummierung der Spurkranzräder.

Rahmen und Aufhängung

Der Rahmen entscheidet über die Lebensdauer. Achten Sie auf verzogene Balken, nachgeschweißte Stellen, ausgeschlagene Bolzen und Buchsen an den Parallelogrammen sowie auf ermüdete Federn. Ausgeschlagene Aufhängungen führen dazu, dass die Schareinheiten seitlich wandern – und genau das ruiniert Pflanzen. Prüfen Sie, ob sich alle Einheiten am Balken noch leicht verschieben und fixieren lassen; festgerostete Klemmungen bedeuten, dass das Gerät sich nicht mehr an eine andere Reihenbreite anpassen lässt.

Hydraulik

Bei Geräten mit Verschieberahmen, Klappung oder elektrohydraulischer Verstellung ist die Hydraulik der teuerste Reparaturposten. Lassen Sie sich alle Funktionen im Stand vorführen: Fahren die Zylinder gleichmäßig und ohne Ruckeln? Halten sie die Position? Sind Schläuche spröde, gescheuert oder feucht? Wie viele Steuergeräte werden gebraucht, und passt das zu Ihrem Traktor?

Kamera- und KI-Technik: nachrüstbar oder nicht?

Das ist die Frage, die beim Gebrauchtkauf am häufigsten unterschätzt wird. Ein Kamerasystem lässt sich nur dort sinnvoll ergänzen, wo der Rahmen dafür vorgesehen ist und der Hersteller die passende Lösung anbietet – der VarioCHOP ist beispielsweise ausdrücklich für die Kombination mit Kamerasystem ausgelegt. In-Row-Hacken mit KI ist dagegen kein Zubehörteil, sondern ein eigenes Maschinenkonzept mit Kameras über jeder Reihe, Höhenverstellung pro Reihe und eigener Steuerung. Wer das später will, sollte es beim Kauf mitdenken statt darauf zu hoffen.

Ersatzteilversorgung und Baujahr

Wichtiger als das Baujahr ist die Frage, ob es den Hersteller noch gibt und ob Verschleiß- und Ersatzteile lieferbar sind. Ein zehn Jahre altes Gerät eines aktiven Herstellers mit lieferbaren Scharen ist die bessere Wahl als ein fünf Jahre altes Gerät, für das niemand mehr Teile führt. Fragen Sie nach dem Vorbesitzer, nach der bearbeiteten Fläche pro Jahr, nach der Unterstellung im Winter und nach dokumentierten Reparaturen.

Prüfliste für die Besichtigung

  • Schare: Restmaterial, gleicher Typ, Material – Nachkaufkosten für einen kompletten Satz erfragen.
  • Zinken und Federn: Bruchstellen, ermüdete oder nachgespannte Federn, fehlende Sicherungen.
  • Parallelogramme: Spiel in Bolzen und Buchsen von Hand prüfen – jede Einheit einzeln anheben und seitlich bewegen.
  • Rahmen: Risse, Schweißnähte, Verzug, Korrosion an den Klemmstellen.
  • Verstellbarkeit: Lassen sich Reihenabstand, Arbeitstiefe und Anbauteile ohne Gewalt verstellen?
  • Hydraulik: alle Zylinder durchfahren, Schläuche und Verschraubungen auf Leckagen prüfen.
  • Führung: Spurkranzräder, Tasträder oder Kamera – Zustand, Lagerspiel, Funktion.
  • Elektrik und Terminal: vorhanden, funktionsfähig, Bedienungsanleitung dabei?
  • Zubehör: Was ist dabei – Fingerhacken, Striegel, Häufelscheiben, Stützräder? Was fehlt und was kostet es neu?
  • Papiere: Rechnung des Vorbesitzers, Ersatzteilliste, Nachweis über Reparaturen.
  • Transport: Transportbreite und -höhe, Beleuchtung, Sicherung der Klappung.
  • Wenn möglich: das Gerät am Feld im Einsatz sehen, nicht nur im Hof stehend.

Preisrahmen: wovon der Preis abhängt

Seriöse Preisangaben sind bei Hackgeräten schwierig, weil praktisch jede Maschine konfiguriert wird: Reihenzahl, Reihenabstand, Anbaubock, Zubehör pro Reihe und Steuerung ergeben jeweils einen anderen Preis. Wir nennen hier deshalb keine Listenpreise, die wir nicht belegen können, sondern die Größenordnungen und Faktoren, die sich belegen lassen.

Größenordnung. Der Anschaffungspreis eines Hackgeräts liegt üblicherweise im fünfstelligen Bereich. Als untere Orientierung taugt eine Nebenbedingung der Förderprogramme: Die meisten setzen ein Mindestinvestitionsvolumen von häufig 5.000 bis 10.000 Euro netto voraus. Nach oben ist die Spanne offen – ein einfaches Rahmengerät mit wenigen Reihen und ein KI-gesteuertes In-Row-Gerät mit sechzehn Reihen liegen in völlig verschiedenen Klassen.

Was den Preis nach oben treibt:

  • Reihenzahl und Arbeitsbreite – beim VarioCHOP AI sind 1 bis 16 Reihen konfigurierbar.
  • Klappbarkeit und Transportbreite bei großen Arbeitsbreiten.
  • Art der Verstellung: mechanische Bandbreitenverstellung, elektrohydraulische Verstellung aus der Kabine oder stufenlose Reihenbreitenverstellung von 45 bis 75 cm.
  • Anbaubock beziehungsweise Verschieberahmen: einfacher Anbaubock, Linearverschieberahmen oder Lenkbock mit Winkelverstellung für Hangquerfahrten.
  • Zubehör pro Reihe: Fingerhacken, Häufel- und Exaktschnittscheiben, Striegel, Schneidscheiben, Messerwalzen, Stütz- und Tasträder. Eine Übersicht bietet der Beitrag zum Hackgerät-Zubehör.
  • Scharqualität – Hardox oder Hartmetall statt einfacher Ausführung.
  • Kamerasteuerung, Section Control und vor allem KI-gestütztes In-Row-Hacken.

Was die Maschine im Betrieb kostet. Für die Kaufentscheidung ist der Preis pro Hektar oft aussagekräftiger als der Anschaffungspreis. Ein Hackgerät verursacht Abschreibung, Treibstoff, einen Bediener und Wartung – je nach Betriebsgröße rund 25 bis 50 Euro pro Hektar inklusive Traktor und Fahrer. Über eine Saison mit drei Durchgängen sind das etwa 3 bis 5 Maschinenstunden und damit rund 75 bis 250 Euro pro Hektar. Reine Handarbeit liegt bei 60 bis 90 Arbeitsstunden pro Hektar und Saison, also bei 900 bis 2.000 Euro Lohnkosten pro Hektar.

Amortisation. Ab ungefähr 15 bis 25 Hektar Hackfrucht pro Jahr rechnet sich ein eigenes Gerät klar gegenüber reiner Handarbeit. Ein Kunde mit rund 15 bis 20 Hektar Bio-Zuckerrüben berichtet, dass sich seine KI-Maschine in vier Jahren rechnet. Solche Zahlen sind betriebsindividuell – rechnen Sie sie mit Ihren eigenen Stundensätzen und Ihrer eigenen Fläche nach.

Ein praktischer Hinweis zum Schluss: Für einen Förderantrag werden in der Regel ohnehin mehrere Vergleichsangebote verlangt. Nutzen Sie diesen Pflichtschritt, um echte Preistransparenz herzustellen – und lassen Sie sich die Angebote mit identischer Konfiguration geben, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

SAMO VarioCHOP AI In-Row-Hackgerät mit KI-Kamerasystem am Traktor

Förderung: der Schritt, der vor dem Kauf kommt

Investitionen in mechanische Unkrautregulierung werden in Österreich und Deutschland über mehrere Programme unterstützt. Die Förderquoten liegen je nach Programm, Betriebsgröße und Bundesland zwischen 15 und 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten; in Niederösterreich sind derzeit 20 Prozent auf neue Hacktechnik möglich. In Deutschland fördern verschiedene Bundesländer mechanische Unkrautregulierung über GAK-Mittel, Landesprogramme und die Investitionsförderung im Bio-Anbau.

Der wichtigste Punkt ist ein zeitlicher: Die Förderung muss bewilligt sein, bevor das Gerät gekauft wird. Wer zuerst kauft und dann den Antrag stellt, verliert in der Regel den Anspruch. Dazu kommen eine Behaltefrist – geförderte Geräte müssen mehrere Jahre im Betrieb bleiben – und je nach Programm ein Mindestinvestitionsvolumen. Wer ohnehin mechanisch hackt, sollte zusätzlich prüfen, ob eine passende ÖPUL-Maßnahme in Frage kommt, weil laufende Prämien die Amortisationszeit weiter verkürzen. Alle Details stehen im Leitfaden zur Investitionsförderung für Hacktechnik.

Checkliste vor dem Kauf

  1. Fläche und Kulturen festhalten: Wie viele Hektar Hackfrucht, welche Kulturen, wie viele Durchgänge pro Saison?
  2. Reihenabstände und Reihenzahl der vorhandenen Sätechnik notieren – das Hackgerät richtet sich danach, nicht umgekehrt.
  3. Entscheiden, ob nur zwischen den Reihen gehackt werden soll oder auch in der Reihe.
  4. Zeitfenster prüfen: Welche Fläche muss pro Durchgang in wie vielen Tagen geschafft werden?
  5. Traktor-Schnittstellen klären: Front- oder Heckanbau, Steuergeräte, Stromversorgung, Sicht auf die Reihe.
  6. Schlagform und Hanglagen berücksichtigen – daraus ergeben sich Arbeitsbreite und Art der Führung.
  7. Zubehörbedarf pro Kultur zusammenstellen und mit anbieten lassen, statt später nachzukaufen.
  8. Umrüstzeit zwischen zwei Kulturen konkret erfragen und beim Vorführtermin mitstoppen.
  9. Förderung vorab klären und den Antrag vor dem Kauf einreichen.
  10. Mehrere Vergleichsangebote mit identischer Konfiguration einholen.
  11. Ersatzteilversorgung, Service-Erreichbarkeit in der Saison und Reaktionszeit abklären.
  12. Gerät vor der Entscheidung im Einsatz sehen – auf dem eigenen Boden, in der eigenen Kultur.

Häufige Fragen zum Kauf eines Hackgeräts

Was kostet ein Hackgerät?

Der Anschaffungspreis liegt üblicherweise im fünfstelligen Bereich, die Spanne ist aber groß: Reihenzahl, Arbeitsbreite, Art der Verstellung, Anbaubock, Zubehör pro Reihe und eine mögliche Kamera- oder KI-Steuerung bestimmen den Preis. Aussagekräftiger für die Kaufentscheidung sind die laufenden Kosten – rund 25 bis 50 Euro pro Hektar inklusive Traktor und Fahrer.

Lohnt sich ein gebrauchtes Hackgerät?

Bei kleineren Flächen, bei überbetrieblicher Nutzung oder wenn kurzfristig ein Gerät gebraucht wird: ja. Gegen den Gebrauchtkauf sprechen die meist fehlende Förderfähigkeit – Investitionsförderungen zielen auf neue Hacktechnik –, die feste Konfiguration des Vorbesitzers und Nachkaufkosten für Verschleißteile. Rechnen Sie den Preis eines kompletten Scharsatzes und eventuell fehlenden Zubehörs immer zum Kaufpreis dazu.

Worauf muss ich bei einem gebrauchten Hackgerät besonders achten?

Auf ausgeschlagene Bolzen und Buchsen an den Parallelogrammen, verzogene oder nachgeschweißte Rahmen, ermüdete Federn, festgerostete Klemmungen am Balken und den Zustand der Hydraulik. Und darauf, ob Verschleißteile für das Modell überhaupt noch lieferbar sind.

Welche Reihenzahl brauche ich?

Dieselbe wie Ihre Sämaschine. Alles andere führt zu Problemen an den Anschlüssen der Fahrgassen. Bei der Arbeitsbreite entscheiden Schlagform und Zeitfenster: Ein Gerät mit 3 Metern Arbeitsbreite schafft rund 3 bis 5 Hektar pro Stunde inklusive Wendezeiten.

Kann ich Kameratechnik nachrüsten?

Eine Kamerasteuerung für die Reihenführung lässt sich nachrüsten, wenn der Rahmen dafür ausgelegt ist – der VarioCHOP ist beispielsweise für die Kombination mit Kamerasystem vorgesehen. KI-gestütztes Hacken in der Reihe ist dagegen kein Nachrüstsatz, sondern ein eigenes Maschinenkonzept mit einer Kamera über jeder Reihe und eigener Steuerung.

Ab wie vielen Hektar rechnet sich ein eigenes Hackgerät?

Als Faustregel ab ungefähr 15 bis 25 Hektar Hackfrucht pro Jahr, vorausgesetzt, die Fläche wird selbst bewirtschaftet und das Gerät kommt mehrmals pro Saison zum Einsatz. Darunter sind Maschinengemeinschaft, Lohnunternehmer oder ein Gebrauchtgerät meist die wirtschaftlicheren Wege.

Gibt es Förderungen für den Kauf?

Ja. Je nach Programm, Bundesland und Betriebsgröße liegen die Quoten zwischen 15 und 40 Prozent; in Niederösterreich sind derzeit 20 Prozent auf neue Hacktechnik möglich. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst Antrag und schriftliche Bewilligung, dann Kauf. Zusätzlich gilt meist eine Behaltefrist.

Brauche ich GPS oder ISOBUS am Traktor?

Für die KI-gestützte In-Row-Technik nicht zwingend. GPS ist hilfreich, aber nicht notwendig, ISOBUS ist keine Voraussetzung, und die Stromversorgung kann direkt von der Batterie erfolgen.

Der letzte Schritt: am Feld vergleichen

Datenblätter und Prospekte sagen wenig darüber, wie ein Gerät auf schwerem Boden einzieht, wie gut die Sicht auf die Reihe ist und wie lange das Umstellen von einer Kultur auf die nächste tatsächlich dauert. Wer eine engere Auswahl getroffen hat, sollte die Kandidaten im Einsatz sehen – am besten in der eigenen Kultur und mit der eigenen Reihenweite. Aktuelle Termine finden Sie bei den SAMO-Vorführungen; wenn Sie Fragen zur Auswahl oder zur Förderfähigkeit haben, beantworten wir sie gerne direkt und ohne Verkaufsdruck.

Das passende Hackgerät für Ihren Betrieb

Vom flexiblen VarioCHOP bis zum KI-gestützten VarioCHOP AI „In-Row“: SAMO entwickelt und baut Hacktechnik in Oberösterreich – für Landwirte von Landwirten.

VarioCHOP entdecken Vorführung vereinbaren Einsparung berechnen